| Veranstaltung: | KMV SZ BVV-Liste |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 4. Aufstellung BVV-Liste |
| Antragsteller*in: | Enis Zeyrek |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 06.05.2026, 16:59 |
A5: Enis Zeyrek
Selbstvorstellung
Liebe Freundinnen und Freunde,
mein Name ist Enis Zeyrek. Ich bin 27 Jahre alt, komme aus Steglitz-Zehlendorf und bewerbe mich heute für die BVV-Liste.
Ich studiere Maschinenbau mit Schwerpunkt Erneuerbare Energien, bin Kreisvorsitzender und arbeite als Bürgerdeputierter im Sportausschuss bereits an den sportpolitischen Themen unseres Bezirks mit. Außerdem habe ich selbst jahrelang Leistungssport gemacht. Ich weiß deshalb aus eigener Erfahrung, was Sport bedeuten kann: Disziplin, Gesundheit, Selbstvertrauen, Gemeinschaft und Zusammenhalt.
Ich möchte Politik machen, die pragmatisch, menschlich und wirksam ist. Für mich heißt das: Wir müssen Probleme ehrlich benennen, Entscheidungen nachvollziehbar begründen und dann konkrete Verbesserungen schaffen. Mit Fakten, mit klaren Prioritäten und mit Blick auf die Menschen, die von unseren Entscheidungen betroffen sind.
Sportpolitik ist für mich deshalb mehr als die Frage, ob irgendwo ein Ball rollt oder eine Halle saniert wird. Sportpolitik ist Sozialpolitik, Bildungspolitik und Gesundheitspolitik. Sport kann Menschen verbinden, die sich sonst vielleicht nie begegnen würden. Er kann Kindern Selbstvertrauen geben, Jugendlichen Struktur bieten, Menschen mit Fluchterfahrung das Ankommen erleichtern und Vereine zu Orten machen, an denen unsere Gesellschaft praktisch zusammenhält.
Ein konkretes Projekt, das ich in der BVV voranbringen möchte, ist eine Schwimmgarantie für Grundschulen in Steglitz-Zehlendorf.
Damit meine ich kein leeres Versprechen, sondern ein belastbares Konzept: Welche Schule nutzt welches Bad? Wo sind die Wege zu lang
Wo verlieren Kinder durch Fahrzeiten wertvolle Unterrichtszeit? Und was passiert, wenn ein Bad saniert wird, etwa das Stadtbad Lankwitz?
Schwimmunterricht ist keine Nebensache. Schwimmen kann Leben retten. Trotzdem sind wir in Steglitz-Zehlendorf auf wenige Schwimmstandorte angewiesen. Teilweise müssen Schülerinnen und Schüler für den Schwimmunterricht auch in andere Bezirke fahren. Wenn Wasserzeiten knapp sind, Schwimmbusse organisiert werden müssen und Sanierungen anstehen, dann braucht es Planung, bevor der Engpass da ist.
Ich möchte deshalb, dass der Bezirk rechtzeitig ein Ersatz- und Versorgungskonzept einfordert: mit klaren Prioritäten gegenüber Senat und Berliner Bäder-Betrieben, mit Blick auf Schulschwimmen, Vereine und Öffentlichkeit und mit einer langfristigen Perspektive für ausreichend Wasserflächen. Die BVV kann nicht allein neue Schwimmhallen bauen. Aber sie kann Bedarfe sichtbar machen, Druck aufbauen und dafür sorgen, dass Steglitz-Zehlendorf bei dieser Frage nicht hinten runterfällt.
Gleichzeitig will ich Sport insgesamt sozialer und zugänglicher denken. Gerade in dicht besiedelten Stadtteilen, bei Familien mit wenig Geld oder bei Menschen, die keinen einfachen Zugang zu Vereinen haben, brauchen wir niedrigschwellige, wohnortnahe und bezahlbare Sportangebote. Wir sollten prüfen, wo Schulhöfe, Parks, Jugendfreizeiteinrichtungen und Vereine besser zusammenarbeiten können – für offene Ballspielangebote, Bewegungstreffs, Mädchen-Sportzeiten oder inklusive Angebote.
Auch bei Olympia braucht es Ehrlichkeit. Berlin darf Olympia nicht einfach als großes Event verkaufen. Entscheidend ist, was wirklich bei den Menschen ankommt: bei Schulen, Vereinen, Kindern, Menschen mit Behinderung und beim Breitensport. Wenn Olympia nur Aufmerksamkeit bindet, aber unsere Sportstätten weiter marode bleiben, überzeugt mich das nicht. Wenn Olympia aber verbindlich dazu führt, dass Sportstätten saniert, Schwimmflächen gesichert, Barrierefreiheit verbessert und Vereine gestärkt werden, dann muss man darüber ernsthaft sprechen. Auch hier gilt: Daten vor Dogma. Kosten und Nutzen müssen offen auf den Tisch.
Aber ich kandidiere nicht nur, weil ich Sportpolitik machen möchte. Sport ist für mich ein Beispiel dafür, wie Politik insgesamt funktionieren sollte: konkret, verbindend und wirksam.
Ich will, dass wir als Partei nicht nur Stillstand verwalten. Ich will, dass wir Verbesserung schaffen: beim Wohnen, bei Barrierefreiheit, bei kinderfreundlichen Wegen, bei Energie und Klima, bei sicherer Mobilität und bei attraktiven öffentlichen Räumen.
Dafür bitte ich euch um euer Vertrauen und um eure Unterstützung.
Politisches Engagement
- Bürgerdeputierter im Sportausschuss Steglitz-Zehlendorf seit 2021
- Delegierter zur Bundesdelegiertenkonferenz (BDK) seit 2024
- Delegierter zur Landesdelegiertenkonferenz (LDK) seit 2024
- Beisitzer im Kreisvorstand Bündnis 90/Die Grünen Steglitz-Zehlendorf, 2024–2026
- Kreisvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Steglitz-Zehlendorf seit 2026
Ausbildung und berufliche Stationen
- Berliner Hochschule für Technik – Bachelor Maschinenbau, 08/2017–09/2024
- Fraunhofer IZM – Werkstudent, 05/2019–09/2024
- e.dis natur – Werkstudent, 10/2023–12/2023
- e.dis natur – Bachelorand, 01/2024–03/2024
- Fraunhofer IZM – Leitung der Forschungs- und Entwicklungswerkstatt, 10/2024–03/2025
- Berliner Hochschule für Technik – Master Maschinenbau – Erneuerbare Energien, seit 04/2025
- Deutsche Energie-Agentur (dena) – Masterand, seit 04/2026